Termine 2021


Die nächsten Veranstaltungen


Am Sonntag 14.11.2021 wird die nächste Veranstaltung "Wider das Vergessen" mit Hans W. Fechtel und Regina Blume in der Gedenkstätte stattfinden. Es wird wieder eine Lesung mit Musik im Rahmen der Erinnerung an die verschiedenen 9. November der deutschen Geschichte werden. Der Beginn der Veranstaltung wird noch bekanntgegeben. 


Liebe Mitglieder und Interessenten,

hiermit möchte ich Sie/Dich herzlich in die Friedenskapelle einladen zu zwei Veranstaltungen, die Ende September bzw. Anfang Oktober stattfinden. Sowohl die Lesung als auch der Vortrag haben mit dem Motto "1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland" zu tun.

 

Auf Ihr/Dein Kommen freuen wir uns. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Alle sind im Anschluss an die Veranstaltungen auf Gespräche bei einem Getränk und Knabbersachen eingeladen. Herzliche Grüße  R.B.


 

Am Mittwoch, dem 29. September 2021 um 18 Uhr wird Jürgen Kumlehn sein Buch über den Schriftsteller Werner Ilberg vorstellen: 

 

Jürgen Kumlehn

Jüdische Familien in Wolfenbüttel, Band II,
Der Schriftsteller Werner Ilberg.


Biografische Notizen zum Wolfenbütteler Leben des Schriftstellers und Widerstandskämpfer
Werner Ilberg mit Exkursen in die Biografien Wolfenbütteler Persönlichkeiten der "Nachkriegszeit", denen Ilberg begegnet ist.

Dieses Buch dokumentiert die Tragik eines Mannes, der als Jude und Mitglied des Bundes proletarisch revolutionärer Schriftsteller in Berlin die Nationalsozialisten bekämpfte und nach der Befreiung vom Nationalsozialismus die totalitären Lebensverhältnisse in seinem Traumland DDR übersah.

Eines Mannes, der während des 15-jährigen Exils in der Tschechoslowakei und in England immer bewusster Schriftsteller wurde und Kommunist. Eines Mannes, der der Partei gehorchte und 1947 nicht in die DDR zurückkehrte, sondern in seine Heimatstadt Wolfenbüttel mit dem Auftrag, hier den Sozialismus aufzubauen. Eines Mannes, der dann doch gegen den Willen seiner Kleinstadt-Genossen 1956 nach Ost-Berlin flüchtete. Eines Mannes, der dann schreiben und junge Autoren fördern konnte, in dem von der SED vorgegebenen Rahmen. Eines Mannes, der ein Stück deutscher Zeitgeschichte repräsentiert. Eines Mannes, dessen Leben verbunden war mit dem gesellschaftlichen und politischen Leben der Stadt Wolfenbüttel, in das Werner Ilberg im Jahr 1896 hineingeboren wurde. 


Am Dienstag, dem 5. Oktober 2021 um 18 Uhr wird Reinhard Bein einen Vortrag besonderer Art zu Sally Perel halten.

 

Sally Perel – das Original

 

Als Reinhard Bein seine Schülerausstellung „Aliyah – Braunschweiger Juden emigrieren nach Palästina“ vorbereitete, lebte er im März 1988 für eine Woche bei seinen israelischen Freunden Eli und Zipora Schilgi in Kfar Yedidya in der Nähe von Nethania. Der Auftrag war: Fotos und Interviews mit Zeitzeugen sammeln.

Eli regte an, einen aus Peine stammenden Juden namens Sally Perel einzuladen. Er könne eine hochdramatische Geschichte erzählen, die noch unbekannt sei. Er hatte sie bisher nur drei Schulklassen in Israel erzählt. Die Schüler fanden es jedoch befremdlich, dass er überlebt hatte.

Perel kam aus Tel Aviv angereist und erzählte aus seinem Leben. Er habe, als Jude unentdeckt, unter dem Namen Joseph Perjell in der Wehrmacht als Dolmetscher gedient und sei 1943/1945 im VW-Bann 468 in Braunschweig zum Facharbeiterführer ausgebildet worden. Bein nahm seinen Bericht mit dem Diktaphon auf und schickte die Textfassung an Perel, der sie dann als Grundlage für sein Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“ benutzte, welches 1992 erschien.

Auszüge aus diesem Tondokument stellt Reinhard Bein am 5. Oktober 2012, um 18 Uhr, in der Gedenkstätte Friedenskapelle an der Helmstedter Straße (gegenüber von Opel Dürkop) vor.


Ankündigung aus der Braunschweiger Zeitung vom 30.08.2021:


 

Rundgänge über den Friedhof

Der bestehende Friedenspfad bietet die Gelegenheit, an den Ersten sowie den Zweiten Weltkrieg zu erinnern. Aufgenommen werden soll noch ein Rundgang zu den Bestattungsarten der Nationalsozialisten. Die Begräbnisplätze für Euthanasieopfer auf dem Stadtfriedhof sollen dabei berücksichtigt werden. 

 

Die Rundgänge finden jedes Jahr in der Zeit von Juni bis Ende September sowie auf Anfrage statt. 

Unberührt davon bleibt das Angebot der Besichtigung der Friedenskapelle. Bei Interesse findet eine Führung auf den Friedhöfen zu den Erinnerungsstätten des Ersten Weltkriegs statt.

 

Ausstellungen

Weiterhin wird die Fotoausstellung zum Ersten Weltkrieg gezeigt (Kriegsende vor 100 Jahren). Dabei sind Fotos aus dem Ersten Weltkrieg zu sehen, ebenso wie Fotos von Grab- und -Erinnerungsanlagen aus dem ehemaligen Freistaat Braunschweig.

 

Weitere Veranstaltungen

Im Kontext der Ausstellungen werden weiterhin Vorträge und Lesungen durchgeführt. 

 


Ausgefallene Veranstaltungen in 2020

 

  • März 2020 - Matthias Müller, ein Förderer des Gedenkstättenvereins, hat eine Erzählung geschrieben, die er im Rahmen einer Lesung präsentieren wird. Verarbeitet hat er den Stoff eines Zeitzeugenberichts, der ein traumatisches Ereignis während des Zweiten Weltkriegs zum Inhalt hat.
  • 28. April 2020 Martin Kayser, der Kassenwart des Gedenkstättenvereins, hat im Rahmen einer Bildungsreise in Südfrankreich u.a. das Camp de Gurs besucht, ein für seine schrecklichen Zustände berüchtigtes Lager. Dort wurden neben vielen anderen aus Deutschland Geflüchtete inhaftiert, u. .a auch eine Braunschweigerin. Veranstaltungsort Friedenskapelle 19 Uhr.
  • 8. Mai 2020 Einweihung einer Gedenktafel auf dem Gräberfeld 69 b des Hauptfriedhofs, der früheren sogenannten "Gemeinschaftsanlage für ausländische Arbeiter". Die Tafel wird realisiert von Schüler*innen der Neuen Oberschule mit ihrem Geschichtslehrer Gustav Partington und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Braunschweig. An der inhaltlichen Vorbereitung und Arbeit ist die Gedenkstätte Friedenskapelle beteiligt. Mit der Gedenktafel wird ein seit Jahren bestehender Mißstand beseitigt.
  • 27. Mai 2020 An diesem Tag findet in Erinnerung an den Jahrestag der Einrichtung der Stele für Euthanaise-"Opfer" ein Konzert mit der Band "The Mix" aus Neuerkerode statt. Das wäre der zweite Auftritt der Gruppe für den Gedenkstättenverein.
  • 26. Juni 2020 Reinhard Bein, Mitglied des Vorstandes des Gedenkstättenvereins, wird in der Reihe "Verfolgte Frauen aus Braunschweig" über den Lebensweg der Katharina Kolter berichten. Sie war die Bevollmächtigte Dr. Heinrich Jaspers. Sie setzte sich während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft unermüdlich für den von 1933 bis 1938 inhaftierten ehemaligen Staatsminister des Landes Braunschweig ein.
  • Im Juli und August beteiligt sich der Gedenkstättenverein mit zwei Beiträgen an dem SPD-Sommerprogramm. Genauere Informationen hierzu folgen noch.
  • 23. August 2020 in Kooperation mit dem Arbeitskreis Andere Geschichte findet ein Rundgang statt: "75 Jahrestag der Rückkehr der Martha Fuchs nach Braunschweig."
  • 1. September 2020 Anbringung einer Tafel zu Erinnerung an die Euthanaise-"Opfer" an der Gedenkstätte Schillstraße. Außerdem werden Materialien für eine Kassette, die diesem Thema gewidmet werden soll, übergeben.
  • 20. Oktober 2020 Mitgliederversammlung des Vereins in der Gedenkstätte. Anfangszeit und Tagesordnung werden noch bekannt gegeben.
  • Für den November ist eine schon beinah zur Tradition gewordene Veranstaltung "Wider das Vergessen" geplant. Genauere Informationen folgen noch. 

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