Termine 2021


Die nächsten Veranstaltungen


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Gedenkstätte,

 

Wir möchten Sie auf folgende Veranstaltung des Arbeitskreises Andere Geschichte hinweisen:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde,

am 3. August 1941 hielt der katholische Bischof Clemens August Graf von Galen im Dom von Münster eine mutige Predigt, in der er das „Euthanasie“-Programm der Nationalsozialisten offen angriff. Die als „Aktion T 4“ bezeichnete Tötung von Kranken und Behinderten war zu diesem Zeitpunkt bereits aufgenommen.  Auch aus der Landesheil- und Pflegeanstalt Königslutter wurden seit Mai 1941 Patienten in die Tötungsanstalt Bernburg verlegt. Galens Predigt und zahlreiche andere Proteste veranlassten die Machthaber, das Programm vorerst zu stoppen. Die Tötungsmaßnahmen in den Anstalten wurden dennoch später fortgesetzt.

Wir möchten in der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße an die Vorgänge vor 80 Jahren durch die Anbringung neuer Tafeln an der Gedenkmauer erinnern.  Eine Tafel weist künftig auf das Mahnmal für Braunschweiger „Euthanasie“-Opfer auf dem Hauptfriedhof hin. Zwei Tafeln erinnern an Hildegard Erika D’Heureuse und Heinrich Waltemate, zwei aus Braunschweig kommende Opfer.

Die Enthüllung findet auf dem Gelände der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße am 

Dienstag, den 3. August 2021 um 17.00 Uhr statt.

Über die neuen Tafeln sprechen Regina Blume, Projektgruppe "Mahnmal für Braunschweiger NS-'Euthanasie'-Opfer" der Gedenkstätte Friedenskapelle, und Werner Hensel, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten.

Die Tafeln der Gedenkmauer machen auf das Offene Archiv „Braunschweig – eine Stadt in Deutschland erinnert sich“ aufmerksam, das die Hamburger Künstlerin Sigrid Sigurdsson vor 25 Jahren initiierte. Diese Sammlung im Gebäude wird durch die Übergabe neuer Dokumente erweitert

Wir freuen uns, Sie zu der Übergabe der Tafeln einladen zu können. Leider ist die Teilnahme aufgrund der Pandemiesituation begrenzt. Wir bitten Sie deshalb um Anmeldung, telefonisch unter 0531 2702565 oder unter mailto:gedenkstaette@schillstrasse.de. Bei andauerndem Regen findet die Veranstaltung nicht statt.

Mit freundlichen Grüßen

 

Frank Ehrhardt

Leiter der Gedenkstätte

 

 

Gedenkstätte KZ-Außenlager

Braunschweig Schillstraße

Schillstraße 25

38102 Braunschweig

 

 

Weitere Ankündigungen von Terminen werden hier Sie nach den Sommerferien 2021 finden, sofern es die dann aktuellen Infektionszahlen zulassen.

 

Die Gedenkstätte ist jetzt wieder geöffnet. Sie können ohne Termin gern Donnerstags in der Zeit von 15 - 17 Uhr die Gedenkstätte besuchen. Für Besuche außerhalb der Öffnungszeiten vereinbaren Sie bitte einen Termin.

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

Frei zugänglich ist immer der Friedenspfad über die Friedhöfe an der Helmstedter Straße. Der Pfad wurde im Sommer letzten Jahres vollständig überarbeitet. Alle Stelen wurden gereinigt und neu gesetzt. Mit Hilfe der Erläuterungen auf unserer Internetseite kann sich jedermann mittels Mobiltelefon per QR-Code über den Pfad führen lassen. Probieren Sie es gerne aus!

 

Wir wünschen Ihnen alles Gute.


 

  • 28. Mai 2021 - An diesem Tag sollte in Erinnerung an den Jahrestag der Einrichtung der Stele für Euthanaise-"Opfer" von Jan Uplegger mit seiner Kollegin Julianna Herzberg eine szenische Lesung zum Thema "Euthanasie" präsentiert werden "Komm, schöner Tod".

    Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung ist auf den 1. September verschoben worden.

Rundgänge über den Friedhof

Der bestehende Friedenspfad bietet die Gelegenheit, an den Ersten sowie den Zweiten Weltkrieg zu erinnern. Aufgenommen werden soll noch ein Rundgang zu den Bestattungsarten der Nationalsozialisten. Die Begräbnisplätze für Euthanasieopfer auf dem Stadtfriedhof sollen dabei berücksichtigt werden. 

 

Die Rundgänge finden jedes Jahr in der Zeit von Juni bis Ende September sowie auf Anfrage statt. 

Unberührt davon bleibt das Angebot der Besichtigung der Friedenskapelle. Bei Interesse findet eine Führung auf den Friedhöfen zu den Erinnerungsstätten des Ersten Weltkriegs statt.

 

Ausstellungen

Weiterhin wird die Fotoausstellung zum Ersten Weltkrieg gezeigt (Kriegsende vor 100 Jahren). Dabei sind Fotos aus dem Ersten Weltkrieg zu sehen, ebenso wie Fotos von Grab- und -Erinnerungsanlagen aus dem ehemaligen Freistaat Braunschweig.

 

Weitere Veranstaltungen

Im Kontext der Ausstellungen werden weiterhin Vorträge und Lesungen durchgeführt. 

 


Ausgefallene Veranstaltungen in 2020

 

  • März 2020 - Matthias Müller, ein Förderer des Gedenkstättenvereins, hat eine Erzählung geschrieben, die er im Rahmen einer Lesung präsentieren wird. Verarbeitet hat er den Stoff eines Zeitzeugenberichts, der ein traumatisches Ereignis während des Zweiten Weltkriegs zum Inhalt hat.
  • 28. April 2020 Martin Kayser, der Kassenwart des Gedenkstättenvereins, hat im Rahmen einer Bildungsreise in Südfrankreich u.a. das Camp de Gurs besucht, ein für seine schrecklichen Zustände berüchtigtes Lager. Dort wurden neben vielen anderen aus Deutschland Geflüchtete inhaftiert, u. .a auch eine Braunschweigerin. Veranstaltungsort Friedenskapelle 19 Uhr.
  • 8. Mai 2020 Einweihung einer Gedenktafel auf dem Gräberfeld 69 b des Hauptfriedhofs, der früheren sogenannten "Gemeinschaftsanlage für ausländische Arbeiter". Die Tafel wird realisiert von Schüler*innen der Neuen Oberschule mit ihrem Geschichtslehrer Gustav Partington und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Braunschweig. An der inhaltlichen Vorbereitung und Arbeit ist die Gedenkstätte Friedenskapelle beteiligt. Mit der Gedenktafel wird ein seit Jahren bestehender Mißstand beseitigt.
  • 27. Mai 2020 An diesem Tag findet in Erinnerung an den Jahrestag der Einrichtung der Stele für Euthanaise-"Opfer" ein Konzert mit der Band "The Mix" aus Neuerkerode statt. Das wäre der zweite Auftritt der Gruppe für den Gedenkstättenverein.
  • 26. Juni 2020 Reinhard Bein, Mitglied des Vorstandes des Gedenkstättenvereins, wird in der Reihe "Verfolgte Frauen aus Braunschweig" über den Lebensweg der Katharina Kolter berichten. Sie war die Bevollmächtigte Dr. Heinrich Jaspers. Sie setzte sich während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft unermüdlich für den von 1933 bis 1938 inhaftierten ehemaligen Staatsminister des Landes Braunschweig ein.
  • Im Juli und August beteiligt sich der Gedenkstättenverein mit zwei Beiträgen an dem SPD-Sommerprogramm. Genauere Informationen hierzu folgen noch.
  • 23. August 2020 in Kooperation mit dem Arbeitskreis Andere Geschichte findet ein Rundgang statt: "75 Jahrestag der Rückkehr der Martha Fuchs nach Braunschweig."
  • 1. September 2020 Anbringung einer Tafel zu Erinnerung an die Euthanaise-"Opfer" an der Gedenkstätte Schillstraße. Außerdem werden Materialien für eine Kassette, die diesem Thema gewidmet werden soll, übergeben.
  • 20. Oktober 2020 Mitgliederversammlung des Vereins in der Gedenkstätte. Anfangszeit und Tagesordnung werden noch bekannt gegeben.
  • Für den November ist eine schon beinah zur Tradition gewordene Veranstaltung "Wider das Vergessen" geplant. Genauere Informationen folgen noch. 

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