Rückblick auf Veranstaltungen


Verfolgte Frauen aus Braunschweig

 

Vortrag von Regina Blume am 29.01.2020 in der Gedenkstätte. Der zweite Vortrag einer Reihe, die damit in diesem Jahr fortgesetzt wird, widmete sich Elinor Wohlfeil. 1925 in Braunschweig geboren, 1932 nach Bad Harzburg umgezogen, war ihre Jugend überschattet von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. In der vorgestellten autobiographischen Schrift von Elinor Wohlfeil wurden u.a. ihre Kindheitserlebnisse aus der NS-Zeit dargestellt.

 

Der nächste Vortrag dieser Reihe am 26. Juni 2020 über den Lebensweg von Katharina Kolter wird von Reinhard Bein gehalten werden.

 


Gegen das Vergessen. Auschwitz und Braunschweig 

 

Am 09.01.2020 stellten Jörg Kühn und Ulf Rogaß für die "Brunswick wheelers" deren im Januar anstehende Gedenk-Fahrt "Memorial Ride 2020" von Braunschweig nach Auschwitz vor. Regina Blume erinnerte in ihrem Beitrag daran, dass diese Strecke auch eine historische Komponente besitzt.

 

Vor 75 Jahren fanden Fahrten in der anderen Richtung statt - von Auschwitz nach Braunschweig. Ein Wirtschaftsdirektor und ein Ingenieur der Firma Büssing waren im September 1944 zum Konzentrationslager Auschwitz gereist, um dort geeignete junge Männer auszusuchen, die den kriegsbedingten Arbeitskräftemangel in der LKW-Firma ausgleichen sollten. Die zum zweiten Mal Selektierten wurden - wie üblich in Viehwaggons eingepfercht - zu ihrem neuen Bestimmungsort transportiert: Braunschweig.


In Regina Blumes Vortrag mit authentischen Texten wurden die Lebensläufe von Henry Tovey und Dawid Rozenberg, die zu diesen "ausgewählten" Zwangsarbeitern zählten, dargestellt. Dabei trat die Brutalität des nationalsozialistischen Systems überdeutlich zutage. Beide aus Lodz stammende Männer überlebten die Zwangsarbeiter- und KZ-Zeit, waren jedoch für ihr weiteres Leben geprägt. Verluste und Traumatisierungen, Misshandlungen und Demütigungen hatten sich tief in ihre Seele eingegraben.

 

Die knapp 80 Zuhörer in der vollständig besetzten Gedenkstätte, darunter eine große Gruppe von Schülerinnen und Schülern mit ihrer Lehrerin, dankten den Vortragenden mit langem Applaus. Bei einem anschließenden kleinen Empfang ergaben sich zwischen den Gästen und Veranstaltern viele angeregte Gespräche. 

 


 

"Wider das Vergessen" 

 

Am 10.11.2019 gaben Hans Fechtel und Regina Blume wie schon in den Vorjahren eine Lesung mit Musik im Rahmen der Erinnerung an die verschiedenen 9. November der deutschen Geschichte. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Lesung in Texten von und über Ernst Barlach. 

 


 

Mitgliederversammlung

in der Gedenkstätte

 

Am 14.10.2019 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Vereins statt. Da in diesem Jahr keine Wahlen durchzuführen waren, konnte die Versammlung nach Annahme des Rechenschaftsberichts der Vorsitzenden Regina Blume sowie des Berichts des Kassenwartes Martin Kayser den Vorstand entlasten und sich ausführlich über die weitere mögliche Arbeit des Vereins austauschen. Auch nach Ende der Versammlung diskutierten die Mitglieder noch bei Getränken und Knabberzeug.

 


Filmvorführung "Barbara"

 

Am 03.10.2019 wurde im Universum Filmtheater der Film "Barbara" von der Baugenossenschaft Wieder-aufbau gezeigt. Statt Eintrittsgeldern wurden Spenden zugunsten der Gedenkstätte erbeten.

Die Veranstaltung war gut besucht. Nach Begrüßung durch Frau Andrea Schötz von der Wiederaufbau stellte Regina Blume kurz die Gedenkstätte, deren Arbeit und Zielsetzungen vor. Die Spenden der Besucher wurden von der Wiederaufbau auf 500 Euro aufgerundet und Regina Blume übergeben.

 


Verfolgte Frauen aus Braunschweig

 

von Regina Blume am 24.09.2019 in der Gedenkstätte.

Der erste Vortrag in einer geplanten Reihe, die im Jahr 2020 fortgesetzt wird, widmete sich einer Tochter von Martha Fuchs, Gretel Ebeling. Sie wollte einer zweiten Inhaftierung entgehen und flüchtete so über Saarbrücken (das Saarland gehörte zu dem Zeitpunkt noch nicht wieder zum Deutschen Reich) nach Paris. Von dort aus gelangte sie auf abenteuerliche Weise mit ihrem Ehemann Hermann Ebeling schließlich in die USA.

 

 

Das Thema wird auch im Jahr 2020 weitergeführt werden.

 

 


Konzert "The Mix"

 

Am 28.05.2019 gab in der Gedenkstätte die Band "The Mix" aus Neuerkerode ein Konzert anlässlich des Jahrestages der Einweihung der Gedenkstele zur Erinnerung an die Euthanasiepfer der NS-Zeit

auf dem Gräberfeld 1c des Stadtfriedhofs.

 

Der Band gelang es, die Zuhörer mitzureissen, so dass am Schluss stürmisch applaudiert wurde.