Öffnungszeiten

Dienstags 10 bis 12 Uhr
Donnerstags 15 bis 18 Uhr

Sowie nach telefonischer Absprache (0531/373305)

 

Aus Gründen der Energieersparnis bleibt die Gedenkstätte im Zeitraum
vom 1. Oktober 2014 bis 31. März 2015 zu den Bürozeiten geschlossen.

 

Selbstverständlich sind Führungen und Besuche - auch der Ausstellung "hingesehen - weggeschaut" - nach vorheriger Absprache möglich.
Ebenso finden vorher angekündigte Veranstaltungen statt.
Anmeldungen sind möglich unter 0531-373305 (Ulrich Schade). Während der Bürozeiten dienstags 10-12 Uhr und donnerstags 15-18 Uhr sind wir auch erreichbar unter 0531-347152 (Regina Blume).


Veranstaltungshinweis

Mit Gott für Kaiser und Vaterland?!

Lieder und Texte wider das Vergessen

Tag: 10.11.2014
Uhrzeit: 19.00 Uhr

 

Mit Hans-W. Fechtel und Berhard Selker

 





Die Friedhöfe der Helmstedter Straße

„Wir gedenken der Toten, die durch Kriege ihr Leben verloren, weil der Hass in der Welt mächtiger war als die Liebe“ - so lautet der Sinnspruch eines Gedenkkreuzes auf dem evangelischen Hauptfriedhof. Nicht gemeinsam wird auf den Friedhöfen an der Helmstedter Straße dieser Toten gedacht, sondern sorgsam getrennt nach Anlässen, Kriegen und Religionen. Unübersehbar ist die Vielzahl der Namens­gräber von Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Unübersehbar sind auch die vielen und vielfältigen Gedenkorte für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und des Zweiten Weltkrieges. Allein 1375 Einzelgräber von Opfern der alliierten Bombenangriffe, vor allem des Hauptangriffs am 14./15. Oktober 1944, befinden sich auf den verschiedenen Friedhöfen in den Gräberfeldern. Durch Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft und deren Folgen kamen ähnlich viele Menschen um, 1164 von ihnen (Polen, Ukrainer und Russen und Angehörige anderer Nationalitäten, z.B. Niederländer und eine große Anzahl ermordeter Kleinkinder von Zwangsarbeiterinnen) liegen auf dem sog. „Ausländerfriedhof“.

Schließlich wurden im September 1944 etwa 2000 jüdische „Häftlinge“ aus Auschwitz zur Rüstungsarbeit nach Braunschweig gebracht, von denen nachweislich 55 Männer und 16 Frauen die Sklavenarbeit nicht überlebten und am Rande des jüdischen Friedhofs in einem Massengrab beigesetzt wurden.

Gedenkorte auf dem jüdischen Friedhof
Jüdischer Gedenkstein
  • Gedenktafel der gefallenen Juden 1914/18
  • Einzelgräber Kriegstote 1914/18
  • Gedenktafel für jüdische Zwangsarbeiter
  • Holocaustmahnmal
  • Einzelgräber von Verfolgten
Gedenkorte auf dem evangelischen Hauptfriedhof
Kreuz
  • Gräberfelder und Denkmale für Kriegstote 1914/18
  • Denkmal für französische Kriegsgefangene
  • Ehrenmale Braunschweiger Traditionsregimenter
  • Gedenkkreuz und Gräber der Bombenkriegsopfer 43-45
  • Gräber der Gefallenen 1939-1940
  • Ehrenmal für Vermisste beider Weltkriege
Gedenkorte auf dem Stadtfriedhof (ehm. „Städtischer Urnenfriedhof“)
Bombenkriegsopfer Riesebergdenkmal
  • Zentrale Gedenkstätte für die Toten des Zweiten Weltkrieges, der Gewaltherrschaft und der Verteibung
  • Denkmalsanlage für die ermordeten Antifaschisten des 4. Juli 1933 (Rieseberg)
  • Gräberfelder der Bombenkriegsopfer des 14./15. Oktober 1944
  • Gräberfeld der Bombenkriegsopfer von 1944-1945
  • Einzelgräber von Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
  • Urnenfeld mit Opfern des Euthanasieprogramms und in Konzentrationslagern ermordeten Häftlingen
Gedenkorte auf dem katholischen Friedhof
  • Grabfeld für osteuropäische Kriegstote
  • Erinnerungstafel für ermordete Sinti
  • Erinnerungstafel für den Braunschweiger Landtagspräsidenten Kuno Rieke
sowjetisches Ehrenmal ukrainisches Ehrenmal
Gedenkorte auf dem „Ausländerfriedhof“
  • Grabstätten und Ehrenmale für osteuropäische Kriegsgefangene Zwangsarbeiter/innen
    (polnisches, sowjetisches und ukrainisches Ehrenmal)
sowjetisches Ehrenmal ukrainisches Ehrenmal polnisches Ehrenmal