Die Friedhöfe der Helmstedter Straße
„Wir gedenken der Toten, die durch Kriege ihr Leben verloren, weil der Hass in der Welt mächtiger war als die Liebe“ - so lautet der Sinnspruch eines Gedenkkreuzes auf dem evangelischen Hauptfriedhof. Nicht gemeinsam wird auf den Friedhöfen an der Helmstedter Straße dieser Toten gedacht, sondern sorgsam getrennt nach Anlässen, Kriegen und Religionen. Unübersehbar ist die Vielzahl der Namensgräber von Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Unübersehbar sind auch die vielen und vielfältigen Gedenkorte für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und des Zweiten Weltkrieges. Allein 1375 Einzelgräber von Opfern der alliierten Bombenangriffe, vor allem des Hauptangriffs am 14./15. Oktober 1944, befinden sich auf den verschiedenen Friedhöfen in den Gräberfeldern. Durch Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft und deren Folgen kamen ähnlich viele Menschen um, 1164 von ihnen (Polen, Ukrainer und Russen und Angehörige anderer Nationalitäten, z.B. Niederländer und eine große Anzahl ermordeter Kleinkinder von Zwangsarbeiterinnen) liegen auf dem sog. „Ausländerfriedhof“.
Schließlich wurden im September 1944 etwa 2000 jüdische „Häftlinge“ aus Auschwitz zur Rüstungsarbeit nach Braunschweig gebracht, von denen nachweislich 55 Männer und 16 Frauen die Sklavenarbeit nicht überlebten und am Rande des jüdischen Friedhofs in einem Massengrab beigesetzt wurden.
- Zentrale Gedenkstätte für die Toten des Zweiten Weltkrieges, der Gewaltherrschaft und der Verteibung
- Denkmalsanlage für die ermordeten Antifaschisten des 4. Juli 1933 (Rieseberg)
- Gräberfelder der Bombenkriegsopfer des 14./15. Oktober 1944
- Gräberfeld der Bombenkriegsopfer von 1944-1945
- Einzelgräber von Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
- Urnenfeld mit Opfern des Euthanasieprogramms und in Konzentrationslagern ermordeten Häftlingen
- Grabfeld für osteuropäische Kriegstote
- Erinnerungstafel für ermordete Sinti
- Erinnerungstafel für den Braunschweiger Landtagspräsidenten Kuno Rieke
- Grabstätten und Ehrenmale für osteuropäische Kriegsgefangene Zwangsarbeiter/innen
(polnisches, sowjetisches und ukrainisches Ehrenmal)





