Ginkgostein 13 - Einzelgräber ermordeter Antifaschisten

 

Stein 13 führt vom Weg aus zu drei Grabplatten auf dem Rasenfeld. Die halbkreisförmige Hecke rechts (Feld 1) führt zu einem anonymen Gräberfeld.

 

Die Nationalsozialisten überzogen im Frühjahr 1933 das Land Braunschweig mit beispiellosem Terror. 30 Menschen wurden zwischen Februar und Juli 1933 getötet, Unzählige zu Krüppeln geschlagen. Etliche Sozialdemokraten und Kommunisten wurden für Jahre in Konzentrationslager gesperrt, einige der Opfer liegen auf diesem Friedhof.

 

Rudolf Claus, Dreher, Sekretär der „Roten Hilfe“ (KPD). Wegen Fortführung der „Roten Hilfe“ 1934 verhaftet und zum Tode verurteilt. Er wurde trotz internationaler Proteste am 17. Dezember 1935 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. (Feld 23)

 

Paul Gmeiner, Dreher, Landtagsabgeordneter (KPD). Wegen Widerstand 1933 zu 2 Jahren 9 Monaten Zuchthaus verurteilt.  Nach Strafverbüßung Überhaft in den Konzentrationslagern Dachau und Sachsenhausen. Dort am 18.4.1944 bei einem Bombenangriff umgekommen.

 

August Fuhst, war von Beruf Kutscher, er lebte in Braunschweig und war SPD-Mitglied. Gegen Kriegsende machte er Gegenpropaganda und versuchte so, den Krieg abzukürzen. Er wurde am 1. Dezember 1944 durch ein Urteil des Volksgerichtshofs in Berin zum Tode verurteilt. Ihm wurden Vorbereitung zu Hochverrat, Feindbegünstigung und Wehrkraftzersetzung vorgeworfen. Das Urteil wurde am 8. Januar 1945 im Landgerichtsgefängnis Potsdam vollstreckt.


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