Der Verein

Informieren, Lernen und Arbeiten – Ziele und Zielgruppen

1. Informieren

Zahlreiche Besuchergruppen und Einzelpersonen (Braunschweiger Bürger, insbesondere Schulklassen und Jugendgruppen, auswärtige Besucher und Gruppen) suchen die Friedhöfe auf, um der Opfer der Kriege und der Gewaltherrschaft zu gedenken. Sie benötigen Informationen. Neben allgemeinen Informationen in der Kapelle, hat der Verein mit dem „Friedenspfad“ einen markierten Weg über das Friedhofsgelände geschaffen, anhand dessen der Besucher zu den verschiedenen Gedenkstätten und -orten geführt wird. In einer Broschüre werden diese erläutert, so können sich Interessierte auch ohne an einer Führung teilzunehmen, strukturiert informieren. In der Kapelle liegen Totenbücher der Toten aus. Hier sind alle Namen der auf den umliegenden Grabfeldern bestatteten Toten zu finden.

Schüler in der Friedenskapelle

2. Ausstellen

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Raabeschule haben als erste mit einer Ausstellung ihrer Arbeiten gezeigt, wie man sich der jüngeren deutschen Vergangenheit künstlerisch nähern kann. Seit dem werden die Wandflächen der Kapelle Arbeitsgruppen und Schülern für wechselnde Ausstellungen zum Themenbereich Krieg und Gewaltherrschaft zur Verfügung gestellt.

3. Lernen und Arbeiten

Durch die räumliche Nähe zu den Gedenkorten der Friedhöfe, ist die Kapelle der geeignete Ort des Arbeitens und Lernens, wo Gruppen in die Gedenkstättenarbeit eingewiesen werden oder an anderen Projekten arbeiten. Sie ist Ort für Vorträge, Lesungen und Zeitzeugengespräche.

Resolution der Ortsheimatpfleger der Stadt Braunschweig

Die Ortsheimatpfleger der Stadt Braunschweig unterstützen das Projekt, die ehemalige katholische Friedhofskapelle an der Helmstedter Straße zu einer Gedenkstätte für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft umzuwidmen. Diese Gedenkstätte soll als ein Informations- und Lernzentrum dienen.

Schülergruppen oder SchülerInnen, die Themen aus dem Bereich „Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“ bearbeiten, werden jederzeit gern von den Ortsheimatpflegern helfende Hinweise bekommen.
Diese Arbeit wird als eine Arbeit für den Frieden angesehen.

Braunschweig, 01.07.1998.