hingesehen - weggeschaut?

hingesehen-weggeschaut? Eine Ausstellung in der Gedenkstätte Friedenskapelle Braunschweig

Eine Ausstellung von Schülerinnen des 13. Jahrgangs der IGS Peine (Vöhrum) unter Leitung ihrer Lehrerin Alexandra Ohibsky in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in Braunschweig, Helmstedter Straße.

 

Im Seminarfach befassten sich die Schülerinnen in Jahrgang 12 mit dem Nationalsozialismus, schrieben eine Arbeit zu einem selbstgewählten Thema und setzten anschließend ihre Kenntnisse in Exponate für die Ausstellung um.

 

Zwei große Themenbereiche ergaben sich: Euthanasie und Verfolgung von Juden, aber auch von religiösen und ethnischen Minderheiten.

 

Was will die Ausstellung?

  • Fragen stellen
  • mit Installationen schlaglichtartig beleuchten
  • zum Nachdenken und Nachfragen anregen
  • gegen Gleichgültigkeit und Vergessen wirken

Informationen zu den Themenbereichen sind sparsam eingesetzt, sie sollen zum Nachfragen und/oder Nachlesen anregen.

 

Zu den Installationen:

Eine eindrucksvolle Bildfolge, die aus einem Kurzfilm hervorgegangen ist, lässt junge Leute darüber nachdenken, was mit ihnen in der Nazizeit passiert wäre.

 

Eine Installation erinnert an das Schicksal der Harfen-Agnes, der bekannten Braunschweiger Straßensängerin, die man schon 1935 in die Landeskrankenanstalt Königslutter gebracht hatte. Vermutlich eins der frühesten Opfer der Erwachsenen-Euthanasie.

 

Eine Landkarte zeigt die Tötungsanstalten für Euthanasie auf.

 

Eine Installation mit Urnen erinnert an die hier beigesetzten Euthanasieopfer.

 

Die drei Affen, die nichts sehen, hören und sagen, stellen Fragen: Was konnte wer sehen, wie viel konnte man wissen, wie gingen die Menschen damit um?

 

Eine Installation zeigt Bilder aus dem Alltag der Menschen in der NS-Zeit.

 

Die Installation der eingeschlagenen und zugenagelten Fensterscheibe eines jüdischen Kaufhauses (Adolf Frank) lässt deutlich werden, dass man eigentlich nicht übersehen konnte, was durch die Nationalsozialisten angerichtet wurde.

 

Auf dem Friedhof Helmstedter Straße erinnert keinerlei Gedenktafel an die Euthanasieopfer. Das soll nach Möglichkeit anders werden.