Ginkosteine 15/16

Diese Steine weisen den Weg zum jüdischen Friedhof. Nach jüdischem Brauch sollte er samstags nicht betreten werden. Männer müssen immer eine Kopfbedeckung tragen.

Jüdischer Friedhof

Die Judenverfolgung in Stadt und Land Braunschweig begann im März 1933 und wurde von Ministerpräsident Dietrich Klagges und Landespolizeichef Friedrich Jeckeln mit fanatischer Härte betrieben. Die Konsequenz war die frühzeitige Liquidierung jüdischer Betriebe und der permanente Druck zur Auswanderung. Bis 1940 emigrierten rund 60% der Braunschweiger Juden. 1942-43 wurden die nicht emigrierten Juden in die Ghettos im Osten, 1943 alte Menschen nach Theresienstadt und 1944-45 als letzte Gruppe die sogenannten „jüdisch Versippten“ (christlich-jüdische Ehepartner) in Arbeitslager nach Blankenburg verschleppt.

Denkmal für die Holocaust-Opfer

Gedenkstaette für jüdische Zwangsarbeiter

Gegenüber der Fried­hofs­kapelle, an deren Wand sich eine Erinnerungstafel für die im 1. Weltkrieg gefallenen Braunschweiger Juden befindet, erinnert ein Findlingsblock an die Opfer des Holocaust.

Die Inschrift lautet: „Mein Blut erstarrt ob der Erschlagenen meines Volkes. Dem Andenken unserer Brüder und Schwestern geweiht, die der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum Opfer fielen.“

Das von der Stadt Braunschweig finanzierte Denkmal für die ermordeten Juden wurde am 16.November 1958 in Anwesenheit des Landesrabbiners von Württemberg, Dr. Block,  enthüllt.